11. Januar 2016 – Schafflund: Es müssen furchtbare Bilder und eine schreckliche Situation gewesen sein, die die Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst am Montagnachmittag gegen 13:15 Uhr auf der B199 zwischen Schafflund und Hörup vorfanden. „Wir wurden zunächst mit dem Stichwort „Fahrzeugbrand auf der B199″ alarmiert“, berichtet der Einsatzleiter der freiwilligen Feuerwehr Schafflund Markus Teske, „kurz vor Erreichen der Unfallstelle folgte dann die Information, dass sich noch eine Person in dem brennenden Fahrzeug befinden soll.“ Dieses Horrorszenario wurden kurze Zeit später Wirklichkeit, als die ersten Rettungskräfte die Unfallstelle erreichten fanden sie zwei Fahrzeug im Straßengraben vor, eines davon stand bereits in Vollbrand, in dem Fahrzeug befand sich noch die Fahrerin.

Was war passiert: Nach ersten Erkenntnissen der Polizei war die Fahrerin eines Renault Modus aus Schafflund kommend in Richtung Leck unterwegs, als sie offenbar nach einer Linkskurve die Kontrolle über ihr Fahrzeug verlor, ins Schleudern kam und in den Gegenverkehr geriet. Der Fahrer eines Lieferwagens konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und prallte mit großer Wucht in die Beifahrerseite des Renault. Beide Fahrzeuge wurden daraufhin in den Straßengraben geschleudert, der Kleinwagen fing Feuer, der Lieferwagen kippte auf die Seite











Neben der Feuerwehr Schafflund wurden auch die Wehren aus Meyn, Wallsbüll, Kleinwiehe und Leck alarmiert. Für die Versorgung der Fahrzeuginsassen wurden mehrere Rettungswagen, der Flensburger Notarzt, der organisatorische Leiter Rettungsdienst und der Rettungshubschrauber Christoph Europa 5 aus Niebüll alarmiert.

„Nach unserem Eintreffen haben wir sofort mit dem Löschangriff begonnen“, so Teske weiter, „für die Person in dem Kleinwagen kam jedoch jede Hilfe zu spät, wir konnten sie nicht mehr retten.“ Eine Situation, die auch gestandene Feuerwehrleute an die Grenzen ihrer Belastbarkeit brachte. Am Abend soll es für die beteiligten Einsatzkräfte eine Nachbesprechung geben. Die Einsatzkräfte werden seelsorgerisch betreut. „Der Fahrer des Lieferwagens konnte sein Fahrzeug eigenständig verlassen, er war ansprechbar und wurde nach einer Erstversorgung in die Notaufnahme gebracht“, erläutert Teske.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde ein Sachverständiger hinzugezogen, der den genauen Unfallhergang rekonstruieren soll. Im Anschluss an die Unfallaufnahme mussten Einsatzkräfte der Feuerwehr Schafflund den Leichnam der Fahrerin aus dem Fahrzeug bergen, hierzu musste schweres hydraulisches Rettungsgerät eingesetzt werden.

Die B199 war bis in den Abend hinein gesperrt, der Verkehr wurde örtlich umgeleitet.

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