Am 05 Juni 2016 findet in Flensburg die Wahl zum Oberbürgermeister statt. Vier Kandidaten stellen sich zur Wahl. In unserer zwölfteiligen Serie fühlen wir den Kandidaten auf den Zahn – 12 Fragen rund um Flensburg und Themen, die unsere Bürger bewegen.


Fragestunde zur Oberbürgermeisterwahl – Teil 3

Wir fragen Herrn Kay Richert (FDP)

 











Wie stehen Sie persönlich zu dem *Einzelhandelskonzept* der Stadt Flensburg, welches von vielen Bürgern, wie auch vielen Unternehmern eher als Blockade gesehen wird und nicht als Sicherung der wirtschaftlichen Stärke der Innenstadt?

Kay Richert
Kay Richert

Wir Flensburger haben ein starkes Interesse an einer starken Innenstadt – warum? Die Innenstadtkaufleute erhalten uns das das Stadtbild, das wir für unseren Tourismus unbedingt brauchen. Es hängen also noch viel mehr Menschen an einer attraktiven Innenstadt als nur die Kaufleute. Deswegen müssen wir dafür sorgen, dass diese Kaufleute zuverlässig wirtschaften können, das ist eine Funktion des Einzelhandelskonzepts.

Merkwürdig wird es allerdings, wenn wenn dieses Konzept beliebig verändert wird, um so neue Firmen z.B. auf der Rude zu verhindern. Im Fall Max Bahr/ POCO war das so. Das ist Verhinderungspolitik, die Flensburg schadet und nicht nützt.

 

Weitere Informationen über Kay Richert finden Sie unter http://www.kay-richert.de


Wir fragen Frau Simone Lange (SPD)

Wie stehen Sie persönlich zu dem *Einzelhandelskonzept* der Stadt Flensburg, welches von vielen Bürgern, wie auch vielen Unternehmern eher als Blockade gesehen wird und nicht als Sicherung der wirtschaftlichen Stärke der Innenstadt?

Simone Lange
Simone Lange

Das Einzelhandelskonzept darf nicht zu restriktiv sein, so dass wir genügend Luft zum Entwickeln haben. Es ist richtig, ein stadtweites Einzelhandelskonzept zu haben. Es ist aber genauso wichtig, dieses ständig weiter zu entwickeln. Hier gilt das gute alte Motto: Stillstand ist Rückschritt.

 

 

Weitere Informationen über Simone Lange finden Sie unter http://www.simone-lange.de


 

Wir fragen Herrn Simon Faber (SSW)

Wie stehen Sie persönlich zu dem *Einzelhandelskonzept* der Stadt Flensburg, welches von vielen Bürgern, wie auch vielen Unternehmern eher als Blockade gesehen wird und nicht als Sicherung der wirtschaftlichen Stärke der Innenstadt?

Simon Faber
Simon Faber

Um eine attraktive Innenstadt zu erhalten, moderne Einkaufszentren für überregionale Kunden zu bieten und zugleich eine möglichst nahe Versorgung in den Stadtteilen sicherzustellen ist etwas Steuerung schon erforderlich. Wie viele andere deutsche Städte auch, hat Flensburg dafür ein Einzelhandelskonzept erarbeitet und mit breiter Mehrheit verabschiedet. Allerdings – und hier teile ich durchaus die Skepsis des Fragestellers – darf der Ansatz nicht zu kleinteilig und restriktiv werden. Schließlich entwickelt sich das Konsumverhalten ständig; und das oft dynamischer als Gutachter und Politiker es analysieren können.

Die Einzelhändler müssen Schritt halten, um im Wettbewerb bestehen zu können und Kundenwünsche zu erfüllen. In der Innenstadt unterstützen wir sie deshalb mit dem PACT II, der u.a. mehr Vermarktung in DK ermöglicht hat. Aber ohne Wettbewerb auch keine Entwicklung: Ich werde mich daher im Zweifel für mehr Liberalität und weniger Restriktion einsetzen, wie es bei der erfolgreichen Erweiterung des CITTI-Parks auch der Fall war. Nicht immer findet sich dafür allerdings eine Mehrheit in der Ratsversammlung.

 

Weitere Informationen über Simon Faber finden Sie unter http://www.simonfaber.de


 

Wir fragen Herrn Drews (parteilos)

Wie stehen Sie persönlich zu dem *Einzelhandelskonzept* der Stadt Flensburg, welches von vielen Bürgern, wie auch vielen Unternehmern eher als Blockade gesehen wird und nicht als Sicherung der wirtschaftlichen Stärke der Innenstadt?

Jens Drews
Jens Drews

Dies ist ein sehr umfangreiches Thema (Hierzu gebe Ihnen gern ein separates umfangreiches Interview). Bei der lokalen Wirtschaftspolitik besteht ebenfalls akuter Handlungsbedarf. Die Krux in dieser Hinsicht besteht darin, dass es schon längst kein freies Spiel der Kräfte mehr ist, sondern jedes Unternehmen, ganz gleich wie groß oder klein, die Politik für seine Partikularinteressen instrumentalisieren möchte. Wer auch immer die Entscheidungen in Zukunft treffen wird, es sollte mit Augenmaß, Verstand und gebotener Fairness geschehen. Keinesfalls darf die Politik sich anmaßen, Sachverhalte regulieren und steuern zu wollen, von denen keiner der Entscheidungsträger auch nur die geringste Ahnung hat.

Wir benötigen Konzepte für eine nachhaltige Wirtschaftspolitik, um das Wachstum in der Stadt zu fördern und den Standort Flensburg für mittelständische und große Unternehmen attraktiver zu machen. Es kann aber kein Lösungsweg sein, dass die Politik den Versuch macht, regulativ einzugreifen, in dem sie aktiv Wettbewerb unterbindet und um Bestandsunternehmen vor neuen Wettbewerbern zu schützen. Nur auf diesem Wege kann sich der Standort Flensburg frei entfalten, so dass die Erhaltung und Schaffung von Arbeitsplätzen begünstigt wird.

 

 

Weitere Informationen über Jens Drews finden Sie unter http://www.jens-drews.de

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