Gewoba Nord eGDie GEWOBA Nord ist in den letzten Jahren zu einer bedeutenden Wohnungsbau-Genossenschaft in Schleswig-Holstein gewachsen. Unter dem Slogan „Hier bleibe ich.” ist es gelungen, landesweit deutliche Akzente zu setzen und dabei Wohnraum in hoher Qualität und zu angemessenen Preisen anzubieten. Wie erfolgreich die Schleswiger Genossenschaft dabei war, zeigt der aktuell fertiggestellte Geschäftsbericht 2014: Die Vorstände Steffan Liebscher und Dietmar Jonscher legten am 16. Juli 2015 die Zahlen für das zurückliegende Jahr 2014 vor. So stieg allein die Bilanzsumme im Vergleich zu 2013 um mehr als 25,6 Millionen Euro auf 272,25 Millionen Euro.

GEWOBA Nord steigert Bauvolumen um fast 400 Prozent











Noch deutlicher wurde der Erfolg beim Vergleich der Bauvolumen. Während die Genossenschaft im Jahr 2013 insgesamt 18,30 Millionen Euro investierte, waren es ein Jahr später beeindruckende 52,89 Millionen Euro. Der Löwenanteil davon, nämlich 40,76 Millionen Euro, wurde in Neubauten investiert. Der Aufwand für Instandhaltung (6,2 Millionen Euro), Modernisierung (4,32 Millionen Euro) und Ankäufe (1,6 Millionen Euro) wirkt dagegen vergleichsweise niedrig.
Der rasante Anstieg der Bauinvestitionen ist – so die beiden Vorstände – auch den Genossenschaftsmitgliedern selbst zu verdanken, deren Zahl sich bis Ende 2014 auf 10.516 erhöht hat. Da die GEWOBA Nord eine eigene Spareinrichtung betreibt, profitiert sie von der lang anhaltenden Niedrigzinsphase, die dazu beigetragen hat, dass die Höhe der Spareinlagen weiter deutlich gestiegen ist. 80,51 Millionen Euro haben die Mitglieder bis Ende 2014 in die Spareinrichtung der Genossenschaft eingezahlt, das sind 23,48 Prozent mehr als im Vorjahr. Ein stolzes Ergebnis, das auch das Vertrauen der Mitglieder in die GEWOBA Nord widerspiegelt. Denn die eingezahlten Sparguthaben werden nicht nur vergleichsweise gut verzinst, sondern auch sehr sinnvoll angelegt, da sie ausschließlich für die Finanzierung von Neubauten und Modernisierungen verwendet werden.
Aber damit nicht genug: Wie Steffan Liebscher und Dietmar Jonscher weiter mitteilten, ist das positive Ergebnis 2014 kein „Ausrutscher nach oben“, sondern zeigt den künftigen Weg der GEWOBA Nord, die sich 2015 verstärkt auch in Flensburg, Kiel und Hamburg engagiert. Das geplante zukünftige Budget von 130 Millionen Euro für Neubauten und Ankäufe mit 737 Wohneinheiten zeigt deutlich, dass die Genossenschaft weiter Fahrt aufnimmt.

Gut für Flensburg: GEWOBA Nord eG

Apropos Flensburg: Die GEWOBA Nord eG hat in den vergangenen Jahren in Flensburg und Harrislee sehr viel investiert. So wurde der Angelsunder Weg in Adelbylund völlig neu mit Reihenhäusern und Mehrfamilienhäusern gestaltet, im Musbeker Weg in Harrislee wurden Bestandsgebäude saniert und mehrere „Sonnenhäuser“ und Reihenhäuser neu gebaut, wie auch An der Marienhölzung in Harrislee.
Zudem wurden 2014 in Flensburg u. a. in der St.-Jürgen-Straße, in der Apenrader Straße sowie Am Konventgarten verschiedene Altimmobilien erworben, und in der Dr.-Todsen-Straße von der Tochterfirma BUD GmbH Studentenwohnungen erstellt. Bei der Um- und Neugestaltung der Neustadt – rund um die Walzenmühle – möchte sich die GEWOBA Nord innovativ einbringen und hat dies in Gesprächen mit der Stadt Flensburg eingebracht. So soll das Projekt „Skolehavn“ an der Ecke Gartenstraße/Duburger Straße mit insgesamt 96 Wohnungen möglichst zügig umgesetzt werden, für die Bestandsgebäude besteht jedoch noch Abstimmungsbedarf. Gern würde man im Anschluss hieran mit der Gartenstraße weiterplanen… Etwas Außergewöhnliches plant die GEWOBA Nord mit dem „Hansigarten“, gelegen an der Fördestraße/Ecke Solitüder Straße, und hofft auch hier bald mit dem 3,5-Millionen-Objekt starten zu können. Das Projekt „Freiland“ in der Nähe des Bundesbahnhofs mit über 40 interessanten Wohneinheiten wäre ein weiteres Projekt, das die Genossenschaft schnellstmöglich umsetzen möchte.
Von einer angedachten Geschosswohnungsbebauung im Neubaugebiet Tarup-Südost hat die GEWOBA Nord zwischenzeitlich Abstand nehmen müssen, waren die Vorstellungen der Stadt Flensburg leider schwer bzw. nicht umsetzbar.

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!

Gern würde diese Genossenschaft in Flensburg mithelfen wollen, noch mehr dringend benötigten Wohnraum zu schaffen, was jedoch aus verschiedenen Gründen leider schwer umsetzbar ist: Es fehlen geeignete und bezahlbare Grundstücks­angebote, und die schnelle Umsetzung der baulichen Vorraussetzungen!

Dietmar Jonscher (li.) und  Steffan Liebscher (re.)
Dietmar Jonscher (li.) und Steffan Liebscher (re.)

Als sehr positiv zu bewerten ist die Entscheidung, dass die GEWOBA Nord sich mit den ortsansässigen Genossenschaften von SBV und FAB gemeinsam an den Ausschreibungen zur Erstellung des „Flüchtlingsdorfes“ auf dem Campus beteiligen wird – sollen doch später aus dem „Flüchtlingsdorf“ Studentenwohnungen entstehen.

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